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Sagen und Geschichten PDF Drucken E-Mail

 

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Active ImageWie kamen die Worbiser zu ihrem Spitznamen Krengeljäger?

In der ehemaligen Bäckergasse, nahe der Stadtmauer, hatten die Bäcker ihre Backstuben und Läden. Wenn frische Krengel gebacken waren, stellten sie die gelungensten Stücke an einem Haken zur Schau, da man zu jener Zeit noch keine Schaufenster kannte. Mit Pusterohren, als Geschosse dienten Schusternägel, schossen Jungen die Krengel aus sicherer Entfernung ab und verschwanden rasch damit. Als eines Tages ein Fremder frühmorgens aus dem Fenster seiner Pension schaute - es war wieder einmal Krengeltag - sah er einen Jungen mit Krengeln in der Hand wegsausen, hinter ihm ein Bäcker und hintendran der Gendarm mit gezogenem Säbel. Als der Fremde verwundert den Kopf schüttelte und seine Wirtin fragte, was denn die da unten machen, sagte sie nur: "Die jagen wieder einmal einen Krengel!"

     
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Der Nadelbrunnen

Im so genannten Altengrund, am Stadtrand von Worbis gelegen, befindet sich eine Quelle, die als Altenbrunnen oder Nadelbrunnen bezeichnet wird.
Wie kam es zu diesem Namen? Eine Witwe aus Worbis hatte einen Jungen, der im 6. Lebensjahr durch eine Augenkrankheit blind wurde. Als kein Mittel half, wurde ihr in einem Traum geraten, die Augen des Jungen siebenmal mit dem Wasser am Altenbrunnen zu waschen. Hierbei fiel ihr eine Nadel von ihrem Brusttuch in das glasklare Wasser. Danach rief der Junge freudig: "Mutter, ich kann sehen! " Ungläubig fragte ihn die Mutter: "Was liegt auf dem Grunde der Quelle? Mutter ich sehe eine Nadel", antwortete er. Seit dieser Zeit nennt man ihn auch Nadelbrunnen.

 

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